BLJZO

Bayerisches Landesjugendzupforchester

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Geschichte

Der Präsident des Bundes Deutscher Zupfmusiker (BDZ) Adolf Mößner und der Konzertgitarrist Siegfried Behrend gründeten 1968 das „Deutsche Zupforchester“ (DZO). Aus den einzelnen Landesverbänden wurden herausragende Spieler und Instrumentallehrer in dieses Orchester berufen. Aus Bayern waren dies Gerhard Vogt und seine Schüler Helmut Zehe und Hanne Karg. Aus der musikalischen Arbeit und der Erfahrung der drei Spieler im DZO entstand das Bedürfnis, die erlernten neuen Spieltechniken und die damals noch unerhörte zeitgenössische Musik an bayerische Mandolinen- und Gitarrenorchester weiterzugeben.

Der zukunftsweisende Weg, dieses Ziel zu erreichen, sollte über jugendliche Spieler führen. Um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen, trat die Idee eines überregionalen Orchesters in den Vordergrund. Deshalb gründete der damalige Vorsitzende des Landesverbandes Bayern, Gerhard Vogt, 1970 das erste Landesjugendzupforchester im Bundesgebiet, das so genannte Bayerische Jugendzupforchester (BJZO), die Leitung übernahm Gerhard Vogt.

Bereits ein Jahr nach der Gründung erfolgten erste Rundfunkaufnahmen (Studio Nürnberg). Zahlreiche Konzerte in den Folgejahren und eine 1976 eingespielte, bis heute als beispielhaft geltende LP, verhalfen dem BJZO bald zu hohem Ansehen in der Zupfmusikszene.

Die Ergebnisse und das Niveau der im BJZO geleisteten Arbeit zeigten sich auch im Wettbewerb „Jugend musiziert“, bei dem sich von Anfang an Spieler des BJZO erfolgreich bis zum Bundeswettbewerb qualifizierten. Nach wie vor fühlt sich das Orchester dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ in besonderer Weise verpflichtet: Es entstehen im Rahmen des Orchesters immer wieder neue Kammermusikformationen, die anschließend am Wettbewerb teilnehmen, zudem erhalten Preisträger aus dem Orchester die Möglichkeit, bei Konzerten mit Solobeiträgen aufzutreten.

1977 übergab Gerhard Vogt die Leitung des Orchesters an Friedrich Ulrich. Der Höhepunkt dieser nun folgenden, zehn Jahre langen fruchtbaren und erfolgreichen Dirigententätigkeit ist mit der Einspielung einer äußerst erfolgreichen Musikcassette dokumentiert.

1981 wurde dieses bisher ausschließlich Jugendlichen vorbehaltene Orchester auch für ältere Schüler und Ensembleleiter geöffnet und in “Bayerisches Landeszupforchester“ (BLZO) umbenannt.

1982 unternahm Elke Tober-Vogt als Maßnahme zur Nachwuchsförderung die Wiedergründung des Bayerischen Landesjugend-Zupforchesters (BLJZO). In dieser Form besteht das Orchester bis heute. In die Zeit ihrer 15jährigen überaus produktiven Tätigkeit fallen zahlreiche Konzerte in ganz Bayern, Konzertreisen nach Italien, Holland, Russland und Polen, mehrere Rundfunkaufnahmen beim BR, zahlreiche von ihr angeregte Uraufführungen und die Produktion der CD „Winners“ mit den Preisträgerwerken des in Schweinfurt durchgeführten "Konrad-Wölki-Kompositions-wettbewerbs“.

1998 übergab Elke Tober-Vogt die musikalische und organisatorische Leitung an Oliver Strömsdörfer. Er arrangiert unter anderem Werke von Grieg, Purcell und Vivaldi für das BLJZO, während Silvan Wagner mit Eigenkompositionen wie „...du segnest mich denn!“ und Bearbeitungen mittelalterlicher Musik („Suite medieval“ und „Cantigas de Santa Maria“) die musikalische Palette des Orchesters bereichert.

Herausragende Projekte seit 1998:

  • Oktober 2000: Festakt zum 20jährigen Jubiläum der Bayerischen Musikakademie Hammelburg
  • November 2000: Rundfunkaufnahmen mit dem BR
  • Juni 2001: 25 Jahre Landesverband Singen und Musizieren in Bayern, Galakonzert in Regensburg
  • Januar 2002: Gastkonzert im Rahmen der „Aschaffenburger Gitarrentage“
  • Juli 2004: Konzert auf der Landesgartenschau in Burghausen
  • Mai 2006: Teilnahme am Eurofestival in Bamberg
  • November 2006: Teilnahme am Wettbewerb für Auswahlorchester in Trossingen